Wer viel am Bildschirm arbeitet, kennt die Probleme, die damit einhergehen: Kopfschmerzen, brennende und trockene Augen, Schlafstörungen durch das Blaulicht und sogar nachlassende Sehkraft sind nur einige Auswirkungen, die ständige Arbeit am PC und am Handy mit sich ziehen. Umso wichtiger ist es, den Augen mit ein paar Entspannungsübungen für zwischendurch Erholung zu gönnen. Beherzigen Sie ein paar nützliche Tipps, die Ihre Augen Ihnen danken werden.

iclinic-Infografik_Nie wieder muede Augen

#1: Schaffen Sie günstige Arbeitsbedingungen

Zunächst gilt es, die bestmöglichen Umweltbedingungen für Ihre Augen zu schaffen. Dazu gehören ein paar kleine Maßnahmen, die es Ihren Augen angenehmer machen können. Beispielsweise sollten Sie den Bildschirm so positionieren, dass Sie nicht durch die einfallende Sonne darin geblendet werden oder sich das Licht darin unangenehm spiegelt. Ist dies aus bautechnischen Gründen nicht möglich, sollten Sie zumindest einen Blendschutz am PC anbringen oder sich um entsprechende Rollos oder Vorhänge für die Fenster bemühen, mit denen Sie die Helligkeit im Raum an Ihr Lichtbedürfnis anpassen können. Wählen Sie auch eine für Sie angenehme Bildschirmhelligkeit und legen Sie Kontraste nach Ihrem Wunsch fest.

#2: Profitieren Sie von der Kraft der Natur

Mit natürlichen Mitteln können Sie Ihren Augen schnelle Linderung vom anstrengenden Alltag verschaffen. Folgende Tipps können Sie davon konkret beherzigen:

  • Wenn sich die Augen ganz trocken anfühlen oder jucken, spülen Sie sie mit kaltem Wasser aus.
  • Gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen trägt zu Ihrer allgemeinen Gesundheit bei. Für Ihre Augen ist Vitamin A besonders zuträglich, denn es stärkt die Sehkraft und sorgt auf natürliche Weise für Adleraugen.
  • Besorgen Sie sich ein Fläschchen befeuchtende Augentropfen, idealerweise homöopathische, die den Augen nicht schaden und keinen Gewöhnungseffekt zur Folge haben. Wenden Sie die Tropfen nach Bedarf an. Beachten Sie aber bitte immer die Gebrauchshinweise sowie das Verfallsdatum. Ist dieses überschritten, ersetzen Sie die Tropfen.
  • Für Erfrischung zwischendurch können auch kühle Teebeutel (vor allem Schwarztee und Grüntee sind hier empfehlenswert) oder Gurkenscheiben sorgen, die Sie sich für mindestens zehn Minuten auf die geschlossenen Augenlider legen.

#3: Führen Sie gelegentliche Augenentspannungsübungen durch

Auch mit ein paar einfachen Übungen können Sie Ihre Augen gezielt entspannen. Die besten Übungen dafür werden wir Ihnen nun erklären:

Abklopfen und Massieren: Diese Übung fördert die Durchblutung der Augen und regt die Akupressur an. Legen Sie dafür Zeige- und Mittelfinger zusammen. An den Innenpunkten der Augenbrauen oberhalb der Nase ansetzen und einmal um die Augen herumstreichen oder klopfen bis zum unteren Knochenrand unter den Augen. Dabei den Druck langsam steigern. Führen Sie diese Übung für 30 bis 60 Sekunden mehrmals täglich nach Bedarf durch.

Blick in die Ferne: Der Fernblick ist ein hervorragender Kontrast zur Büroarbeit, denn dabei wird die Flexibilität der Augenlinse gefördert – eine Übung, die auch Augenärzte und Optiker empfehlen. Lösen Sie den Blick vom Bildschirm und fokussieren Sie nacheinander 5 Objekte in unterschiedlichen Entfernungen – das können Menschen sein, Autos, Gebäude, Bäume oder Straßenschilder. Betrachten Sie jedes Objekt ein paar Sekunden lang. Führen Sie diese Übung möglichst alle 15 Minuten durch.

An- und Entspannung: Mit dieser Übung können Sie nervöses Augenzucken lösen. Halten Sie den Kopf gerade und lassen Sie die Arme locker hängen. Kneifen Sie die Augen zusammen und reißen Sie sie danach übertrieben auf. Wiederholen Sie die Übung acht Mal.

Aufgepasst bei grauem Star: Führen Sie hier die Übung nur leicht aus, kneifen Sie die Augen nicht zusammen!

Augenkreisen: Bei dieser Übung trainieren Sie nicht nur die Augenmuskeln, sondern auch beide Gehirnhälften. Schwingen Sie mit dem ausgestreckten Arm nach rechts und links und bauen Sie ganze Kreise ein. Die Augen folgen den Bewegungen. Übung 2 bis 3 Minuten durchführen und so oft wie möglich in den Alltag integrieren.

Blinzeln: Blinzeln löst den starren Blick und kurbelt die Produktion des schützenden Tränenfilms an. Blinzeln Sie eine Minute lang so schnell wie möglich, ohne zu verkrampfen. Schließen Sie danach die Augen und genießen Sie den wohltuenden Effekt. Übung nach Bedarf wiederholen.

Palmieren: Die völlige Verdunkelung der Augen bewirkt eine völlige Entspannung. Hierfür bedecken Sie einfach die geschlossenen Augen mit Ihren Händen und lassen die Wärme und Dunkelheit auf sich wirken. Entfernen Sie nach 2 bis 3 Minuten die Hände langsam wieder, um die Augen nicht unnötig zu blenden. Wenden Sie die Übung in den Bildschirmpausen an.

Lichtbaden: Tanken Sie in der Mittagspause neue Energie, indem Sie Ihr Gesicht im Freien oder bei geöffnetem Fenster wie in Zeitlupe in der Sonne wenden. Die Augen bleiben dabei geschlossen. Anschließend ausgiebig palmieren.

Ihre Augen benötigen Deutlich mehr Entspannung, als wir ihnen im Alltag meist ermöglichen. Gerade, wenn Sie viel am Bildschirm arbeiten, sollten Sie nicht auf gelegentliche Entspannungsübungen verzichten, damit Ihre tägliche Arbeit nicht zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Sehkraftverlusten führt.

Über den Autor:

Die iClinic in Bratislava zählt zu Europas herausragendsten Kliniken für Augenbehandlungen. Das Spezialgebiet der deutschsprachigen Augenklinik ist die Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Stabsichtigkeit sowie die Behandlung von Augenerkrankungen.

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